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Casanova in Bonn




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 Casanova in Bonn
11.04.2008 | 08:28 Uhr   News drucken

Casanova in Bonn
Casanova in Bonn

...der weltberühmte Abenteurer und Liebhaber erwies Bonn seine Referenz… In Bonn mietete ich ein Zimmer, wo ich mich maskierte...

Auch Casanova, der weltberühmte Abenteurer und Liebhaber erwies Bonn seine Referenz - er hat es nicht bereut, waren doch die Ereignisse durchaus dazu angetan, ihn für die kurfürstliche Residenzstadt Bonn einzunehmen. So speist er mit dem Kurfürsten Clemens August und amüsiert sich bei einem Karnevalsball in der Residenz, vor allem aber saniert er sich finanziell an einem einzigen Abend, indem er die Bank sprengt: "Der Aufenthalt von zweiundeinhalb Monaten in Köln verminderte meine Barschaft nicht, obwohl ich jedes mal, wenn ich mich am Spiel beteiligen musste, verlor. Der eine Abend in Bonn ersetzte alle Verluste." Am Karnevalsdienstag 1760 nimmt Casanova an einem Maskenball in der Kurfürstlichen Residenz teil, zu dem ihn die schöne Kölner Bürgermeisters Gattin einlud, die er bei seinem zweimonatigen Kölnaufenthalt (Februar bis März) kennen gelernt hatte. Doch tut er so, als ob er nicht kommen könne. Incognito begibt er sich als Domino verkleidet in das Schloss, sprengt die Bank, schleicht sich unbemerkt davon, um alsbald in einem zweiten Dominokostüm zum Ball wiederaufzutauchen. "Am Tag, an dem man den Maskenball gab, fuhr ich beim Anbruch der Dämmerung in einem Postwagen ... ab. Ich hatte einen Koffer und zwei Dominos mitgenommen. ... In Bonn mietete ich ein Zimmer, wo ich mich maskierte und wo ich meinen anderen Domino ... zurückließ. Ich ... ließ mich in einer Sänfte zum Hof bringen. Von allen unerkannt, konnte ich sämtliche Damen aus Köln sowie die schöne Madame X [die Kölner Bürgermeisters Gattin] ohne eine Maske vor dem Gesicht sehen. Sie saß an einem Pharaotisch und setzte einige Dukaten. ... Ich stellte mich neben meine Dame ...". So beginnt Casanova seinen Bericht über die Bonner Erlebnisse.

Die Gesellschaft mutmaßt auch bald den Venezianer hinter diesem Bravourstück - und als er beim Contredanse die Maske abnehmen muss, erkennt ihn die schöne Kölnerin. Lachend teilt man ihm mit, dass man ihm bereits auf die Schliche gekommen sei. "Der Kurfürst weiß alles, und, um Sie für dieses Schelmenstück zu bestrafen, hat er mir aufgetragen, Ihnen mitzuteilen, dass Sie morgen nicht abreisen werden.
Will er mich verhaften lassen? Warum nicht, wenn Sie sich weigern, morgen mit ihm zu speisen. Ich werde gehorchen. Wo ist er denn? Stellen Sie mich ihm doch zuerst vor." Nach der äußerst zuvorkommenden Begrüßung durch Clemens August speist man zusammen zum Souper und nimmt anschließend noch an einer kleinen Maskerade teil, bei der sich alle als Bauern verkleiden. Die Kostüme stammen aus dem Fundus des Kurfürsten. "Der kleine Ball des Kurfürsten war sehr unterhaltsam. ... Am Ende des zwölften oder dreizehnten Tanzes bat ich, ganz außer Atem, um Erbarmen. In einem - ich weiß nicht mehr welchem - Tanz gibt man der Bäuerin, die man gerade erwischt, einen Kuß. Ich tat mir dabei keinen Zwang an: immer wieder erwischte ich Madame X, und der Bauer Kurfürst rief: Bravo! Bravo! ..." Damit nicht genug, überredet ihn die Kölnerin dazu, am nächsten Tag ein großes Frühstück im Brühler Schloss (wahrscheinlich Falkenlust) zu veranstalten - das denn auch endlich zu einem Tête-a-tête mit der Dame führt. Die Bonner Episoden wie das meiste aus Casanovas bewegtem Leben kennen wir aus seinen Memoiren, die er am Ende seines Lebens im böhmischen Dux schrieb.
Casanova, bekanntlich Venezianer von Geburt, war der Sohn eines Schauspielerpaares. Zunächst trat er in den geistlichen Stand, studierte in Padua Theologie und Jura und erwarb den Doktor beider Rechte. Sein durch Liebes- und andere Abenteuer gewürztes Nomadenleben führt ihn an zahlreiche Höfe und in viele europäische Städte, immer wieder von Aufenthalten in der Heimatstadt unterbrochen. So weilte er an den Höfen Friedrichs II., Josephs II. und Katharinas II. Ständig in irgendwelche Händel verstrickt, bereist er in wechselnden Diensten und politischen Missionen, deren unrühmlichste die Tätigkeit als kleiner Spitzel im Auftrage der venezianischen Polizei war (1774), ganz Europa bis hin in die Türkei. 1753 begibt er sich auf ausgedehnte Reisen, wird 1755 wegen seines lockeren Lebenswandels und Atheismus in die berüchtigten venezianischen Bleikammern geworfen, aus denen er sich ein Jahr später durch die berühmt gewordene Flucht befreite, von der er auch Clemens August ausführlich erzählen musste. 1757 ist er Lotteriedirektor in Paris, es folgen Reisen nach Polen und Spanien, immer wieder muss er fliehen. 1763 bietet ihm Friedrich II. eine Erzieherstelle an einem Kadettenkorps an, die der rastlose Geist ablehnt, obwohl sie ihm Sicherheit und ein festes Einkommen gewährleistet hätte. 1774 kehrt er ein letztes Mal nach Venedig zurück, wo er zunächst als Theaterimpresario ein Auskommen zu finden hoffte, doch verwies man ihn wegen einer seiner angriffslustigen Satiren endgültig aus der Stadt. Als Reichsgraf Josef von Waldstein Casanova 1785 das Angebot macht, auf Schloss Dux seine Bibliothek zu leiten, lehnt er nicht ab. Der alternde Bonvivant - ohne finanzielle Absicherung, sich des Verlusts seiner Ausstrahlung und seiner unverwüstlichen Gesundheit sehr wohl bewusst - nimmt Abschied von einem vollen Leben, um sich in der böhmischen Abgeschiedenheit der Literatur zuzuwenden. Der Mann, der vier Jahrzehnte Europa von sich reden machte, widmet sich nun mit Eifer seinem belletristischen und wissenschaftlichen Schaffen. Zwischen 1791-98 arbeitet er an der Niederschrift seiner Memoiren (Histoire de ma vie, ersch. 1825-29, vollständig 1960-62; dt. erstmals 1822-28, vollständig 1964-67). Immer unleidlicher werdend und seine Umgebung drangsalierend, stirbt er nach 14jähriger Gastfreundschaft auf Schloss Dux in den Armen seines Wohltäters und des Fürsten von Ligne's, der Casanovas literarischer Vertrauensmann gewesen war.
Neben seinen weltberühmten Memoiren, die die unzähligen Abenteuer und Erlebnisse des lebensgierigen Venezianers erzählen und für uns von unschätzbarem kulturhistorischen Wert sind, hat Casanova aber auch Bühnenstücke, historische, literarische und mathematische Schriften, glänzende Satiren, sowie einen utopischen Roman geschrieben und eine dreibändige, unvollendte gebliebene Übersetzung der Ilias (1775) in Angriff genommen. Casanovas utopischer Roman L' Icosaméron ou Histoire d' Edouard et d'Elisabeth, 1788, (dt. Eduard und Elisabeth oder Die Reise in das Innere des Erdballs, 3 Bde, 1968/69, auch unter dem Titel E. u. E. bei den Megamikren, 1922) weist ihn als einen Vorläufer von Jules Verne und H.G. Wells aus. Sein Schrifttum enthält durchaus aufklärerisches Gedankengut, doch äußert er sich kaum zu politischen oder sozialen Fragen, kritisiert aber als echtes Kind des Ancien régime die Französische Revolution.
Zitat aus Stadtmuseum Bonn Casanova in Bonn


 



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