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Friedrich Wilhelms Universitaet Bonn - Traumkulisse




 Rheinland Highlights

 Friedrich Wilhelms Universitaet Bonn - Traumkulisse
11.04.2008 | 08:13 Uhr   News drucken

Friedrich Wilhelms Universitaet Bonn - Traumkulisse
Friedrich Wilhelms Universitaet Bonn - Traumkulisse

Der Ursprung des Namens Bonn ist umstritten. Zum einen war der Name Überlieferungen zufolge eine Bedingung des Dorfältesten der Ubier, nach dem er mit dem Legat der Truppe der einrückenden Römer Frieden geschlossen hatte. Zum anderen soll er aus dem Keltischen stammen und soviel wie "Furt durch den Rhein" oder "großes gutes Wasser" bedeuten. Lange vor dem Beginn der Zeitrechnung lebten in der Bonner Region Menschen. Dies ist belegt durch zwei gut erhaltene Skelette, die in einem Doppelgrab im Stadtteil Oberkassel gefunden wurden. Auf beiden Seiten des Rheins siedelten sich später Kelten und Germanen an. Es gab sowohl im heutigen Beuel ein kleines, keltisch-uberisches Dorf, als auch auf der linken Rheinseite zwischen Rhein und Gumme eine Siedlung, deren Bewohner von Fischerei, Jagd und Handel lebten. Welcher der beiden Volksstämme vorherrschend war, ist bis heute ungeklärt. Mit Sicherheit gab es jedoch in der Region schon eine Siedlung namens Bonna. Ungefähr 10 v. Christus berichtete der römische Schriftsteller Florus zum ersten Mal von einem Lager "Bonna". Als sich das nördliche Köln zur zivilen Siedlung wandelte, wurde eine der beiden dort stationierten Legionen, die Legio I Germanica, um 40 n. Chr. nach Bonn verlegt. Diese etwa 7000 Mann starke Legion baute das Castra Bonnensia weiter aus. Es entstand eine fast quadratische Festung von 528 mal 524 Metern mit einer Hafenanlage, die im Osten natürlich vom Rhein begrenzt wurde und noch heute bei Niedrigwasser in ihren Grundrissen zu erkennen ist. Im Umland der Festung ließen sich Handwerker und Händler nieder, die vom lokalen Handel mit den Römern profitierten, so dass schon in den ersten Jahrhunderten n. Chr. Bonn zeitweise eine Einwohnerzahl von bis zu 17.000 Einwohnern hatte. Lage und Ausdehnung des zugehörigen Zivilvicus sind nicht ganz geklärt, da alle Bereiche von Lager und Stadt unter dem modernen Bonn liegen. Das Lager war bis in die Spätantike besiedelt. Eine frühe Kirchenanlage unter der Dietkirche ist aber wohl noch nicht vor merowinger zeitlich; auch ein Babtisterium kann archäologisch nicht nachgewiesen werden, obwohl dies oft behauptet wird. Ab dem 7. Jahrhundert und dann vollends im 9./10. Jahrhundert verlagert sich der Siedlungsschwerpunkt Bonns in die Gebiete der heutigen Innenstadt, die Funktion der Hauptkirche übernimmt eine Bauvorgänger des heutigen Bonner Münster, das Ursprünge in einem Grab- und Memorialbau reicher Franken aus dem 6. Jahrhundert besitzt. Zwischen dem 11. und dem 13. Jahrhundert wurde das Bonner Münster im romanischen Stil gebaut. 1268 – 1794 war Bonn Sitz der Erzbischöfe und Kurfürsten von Köln. Der Erzbischof von Köln Clemens-August der Erste ordnete während seiner Herrschaft 1724 – 1761 den Bau einer Reihe von barocken Gebäuden an, die der Stadt noch heute ihren Charakter verleihen.
1786 erhob Kurfürst Maximilian Franz die 1777 gegründete Bonner Akademie zur Universität. Außerdem machte er Bad Godesberg zum Kurort und war ein Förderer des jungen Ludwig van Beethoven, der 1770 in der Stadt geboren wurde. So finanzierte der Kurfürst beispielsweise die erste Reise des Komponisten nach Wien. 1794 wurde die Stadt von französischen Truppen besetzt, die Universität wurde geschlossen. Max Franz, der letzte Kurfürst unter den Erzbischöfen von Köln floh nach Wien. Bonn wurde Teil des Imperiums Napoleons. In der Folge des Wiener Kongresses fällt Bonn 1815 an Preußen und wird Kreisstadt in der Rheinprovinz. 1818 wurde die heutige Rheinische Friedrich-Wilhelm-Universität wieder gegründet und ab 1822 gehörte Bonn zur preußischen Rheinprovinz. Danach war die Stadt bis Ende des Zweiten Welt Krieg von eher geringer Bedeutung. Lediglich die Universität genoss großes Ansehen. Zum 1. Oktober 1887 schied Bonn aus dem Kreis Bonn aus, um eine kreisfreie Stadt zu werden. 1932 wurde der Kreis Bonn um den aufgelösten Kreis Rheinbach vergrößert. Vom zweiten Weltkrieg ist Bonn relativ wenig betroffen. Von Bombenangriffen bleibt Bonn bis Herbst 1944 weitgehend verschont. Am 9. März 1945 wird die Stadt nahezu kampflos den Alliierten übergeben, zu diesem Zeitpunkt ist Bonn zu etwa 30 Prozent zerstört. Mit Ende des Zweiten Weltkrieg war Bonn Teil der britischen Besatzungszone und wurde dann dem Land Nordrhein-Westfalen eingegliedert. 1949 wurde die Stadt vor allem auf Initiative von Konrad Adenauer zur provisorischen Hauptstadt Westdeutschlands erklärt. 1969 erfolgte die Eingemeindung der Städte Bad Godesberg und Beuel sowie von neun Gemeinden des Amtes Duisdorf. Gleichzeitig wurde der Kreis Bonn im Rahmen der nordrhein-westfälischen Kreisreform aufgelöst und Bestandteil des Rhein-Sieg Kreises. Bad Godesberg wurde danach als Diplomaten Viertel der Stadt bekannt. Nach der Wiedervereinigung 1990 wurde Berlin zur Bundeshauptstadt. Wenngleich Bundestag, Bundesrat und viele Ministerien und Behörden umzogen, verblieben einige von ihnen in Bonn oder haben dort einen Zweitsitz. Dies beschloss der Bundestag am 20. Juni 1991 nach einer hitzigen Debatte mit 338 gegen 320 Stimmen. Außerdem erhielt Bonn als Ausgleich für den Umzug von Parlament, Regierung, Bundesrat, Bundespräsidialamt und verschiedener Bundesministerien nach Berlin staatliche Fördergelder, um den notwendigen Strukturwandel zu ermöglichen (Bonn – Berlin Gesetz). Seitdem darf sich die Stadt offiziell Bundesstadt nennen, eine in Deutschland einmalige Bezeichnung. 1999 war der Umzug abgeschlossen.
Zitat aus wikipedia über die Rheinland Kultur


 



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